Was ist Viskose?

Viskose ist ein feiner und glatter Stoff mit dem Tragekomfort von Baumwolle und der Weichheit von Seide. Deshalb ist der Stoff manchmal auch als Kunstseide oder Rayon bekannt. Um Viskose herzustellen, werden Holzschnitzel von Buchen-, Kiefern- und Eukalyptusholz mit Chemikalien behandelt. Das Ergebnis ist eine halbsynthetische Faser: Der Rohstoff ist natürlich, die Verarbeitung nicht.

Eigenschaften von Viskose

Aus dieser Faser entstehen luftige, geschmeidige und saugfähige Kleidungsstücke. Außerdem ist der Stoff farbecht, glänzend und antistatisch. Viskose ist allerdings nicht gut knitterbeständig und kann beim Waschen einlaufen, und genau deshalb wird der Stoff oft mit Polyester kombiniert. Sie finden Viskose vor allem in Pullovern, T-Shirts, Hosen und Hemden.

Viskose oder Baumwolle?

Es ist nicht so, dass das eine besser ist als das andere; sie leisten Unterschiedliches. Viskose fällt weicher und glänzt, wodurch sie schöner drapiert als Baumwolle. Baumwolle ist dagegen robuster, übersteht mehr Wäschen und knittert weniger schnell als Viskose. Für ein luftiges Sommerhemd mit schönem Fall ist Viskose eine gute Wahl; für ein Kleidungsstück, das Sie täglich tragen und oft waschen, liegt Baumwolle näher.

Wie nachhaltig ist Viskose?

Das Ausgangsmaterial ist erneuerbar, denn Holz wächst nach. Der Einwand liegt in der Verarbeitung: Es kommen aggressive Chemikalien zum Einsatz, die in die Umwelt gelangen können, wenn eine Fabrik nicht sorgfältig damit umgeht. Außerdem ist nicht immer klar, woher das Holz stammt. Wenn Sie diese Einschränkung umgehen möchten, schauen Sie sich Lyocell an: derselbe Rohstoff, aber produziert in einem geschlossenen System, in dem die Lösungsmittel wiederverwendet werden.

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